Wie Rotationsdruckmaschinen Hochgeschwindigkeitsdruck bewältigen, ohne dass das Papier reißt

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Rotationsdruckmaschinen sind die Arbeitspferde des modernen Drucks. Sie drucken auf Papier, das zwischen einem Stützzylinder und einem Zylinder, der die Druckplatten hält, hindurchläuft. Dieses Design steht im krassen Gegensatz zur Flachbettpresse, die eine flache Druckoberfläche verwendet. Sie finden diese Maschinen im Hochgeschwindigkeits-Rollendruckbetrieb. Sie nehmen Papier von der Rolle, genau wie es der Zeitungsdruck tut.

Die Geschwindigkeit ist atemberaubend. Einige Druckmaschinen können Papier mit einer Geschwindigkeit von fast 20 Meilen (30 km) pro Stunde durchlaufen. Was begrenzt diese Geschwindigkeit? Hauptsächlich die Zugfestigkeit des Papiers. Große Druckmaschinen können bis zu 60.000 Exemplare von 128 Seiten im Standardformat in einer Stunde drucken. Das ist nicht nur Drucken. Viele dieser großen Maschinen schneiden, falten und binden sogar einen Umschlag. Alles in einem kontinuierlichen automatischen Prozess.

So funktioniert der Zylindermechanismus

In ihrer einfachsten Form besteht eine Rundläuferpresse aus zwei gegenläufig rotierenden Zylindern. Einer davon ist der Plattenzylinder, an dessen Oberfläche gebogene Druckplatten angebracht sind. Der andere ist der Druckzylinder. Es drückt das Papier gegen die eingefärbten Platten, während das Papier zwischen ihnen hindurchläuft.

Eine einfache Zweifarben-Rotationsdruckmaschine verwendet zwei Plattenzylinder hintereinander. Jeder trägt eine andere Schriftform. Jedes verfügt über ein eigenes Farbsystem. Die gleiche Seite desselben Blattes erhält zwei aufeinanderfolgende Abdrücke in zwei unterschiedlichen Farben. Dies geschieht beim Durchlaufen des Papiers.

Der Druck auf beiden Seiten eines Bogens oder in drei, vier oder sogar fünf Farben erfordert unterschiedliche Kombinationen und Abfolgen von Platten- und Druckzylindern. Die Geometrie ändert sich, aber das Prinzip bleibt gleich. Unter Druck wird die Tinte von der Platte auf das Papier übertragen.

Skalierung für die Massenproduktion

In sehr großen, hochautomatisierten Rollenrotationspressen werden extrem hohe Produktionsraten erzielt. Diese Maschinen haben Zylinder, deren Umfang groß genug ist, um zwei oder mehr Platten aufzunehmen. Bei jeder Umdrehung druckt der Zylinder zwei oder mehr Kopien derselben Seite.

Ähnliche Anordnungen ermöglichen es einem einzelnen Zylinder, acht Kopien derselben Seite in einer Umdrehung zu drucken. Dies vervielfacht die Leistung, ohne die Maschinen zu vervielfachen. Es ist effizientes Engineering.

Warum es schwierig ist, die Farbregistrierung richtig zu machen

Beim Farbdruck ist die Qualitätskontrolle äußerst wichtig. Warum? Denn die verschiedenen Farbeindrücke einer Seite müssen perfekt zueinander passen. Ist dies nicht der Fall, sieht das Bild verschwommen oder falsch ausgerichtet aus.

Rotationspressen erledigen dies mit Fotozellen. Diese Zellen nehmen beim Vorbeigehen selektiv in jeder Farbe gedruckte Führungsmarkierungen auf. Sie reagieren auf Unregelmäßigkeiten im Abstand dieser Führungsmarken.

Jeder Fehler wird automatisch korrigiert. Das System verändert entweder die Geschwindigkeit einer Zylindergruppe oder den Druck der Rollen, die die Spannung des Papiers zwischen einer Zylindergruppe und der nächsten steuern. Es handelt sich um eine aktive Rückkopplungsschleife, nicht um eine passive.

Die Maschine passt sich in Echtzeit an. Dadurch bleiben die Tintenmarkierungen ausgerichtet. Das Ergebnis sind scharfe, gleichmäßige Farben, selbst bei 20 Meilen pro Stunde.