Es passiert.
OpenAI befindet sich Berichten zufolge in ersten Gesprächen mit der Trump-Administration über einen Deal, der der US-Regierung eine 5-prozentige Kapitalbeteiligung an dem Unternehmen einbringen würde. The Financial Times veröffentlichte die Geschichte am Donnerstag unter Berufung auf anonyme Quellen. Sam Altman bittet nicht nur um Erlaubnis. Er schlägt einen Strukturwandel vor.
Dem Plan zufolge würde ein US-Staatsfonds ein Stück vom Kuchen kaufen. Da OpenAI derzeit einen Wert von 852 Milliarden US-Dollar hat, kosten 5 Prozent etwa 42 Milliarden US-Dollar. Das ist kein Taschengeld.
Altman möchte, dass auch die anderen Giganten einspringen – Google, Meta, Anthropic. Sie können jedoch von der Seitenlinie aus zuschauen. Das Interesse bleibt unklar. OpenAI äußerte sich nicht, als es darum gebeten wurde.
Frieden mit einem Gehaltsscheck kaufen?
Es gibt keine Garantie dafür, dass das irgendwo hingeht. Deals dieser Größenordnung kommen selten ohne Reibungsverluste zustande.
Wenn ja? OpenAI bekommt zwei Dinge, die es wirklich braucht. Geld und Legitimität.
Die KI-Welt wird immer lauter. Die Kritik nimmt zu. Die Regulierung verschärft sich. Altman sieht sich mit Einschränkungen bei der Einführung neuer Modelle konfrontiert, während er versucht, das Unternehmen auf einen Börsengang vorzubereiten. Eine staatliche Beteiligung könnte den politischen Lärm zum Schweigen bringen. Es ebnet den Weg nach Washington. Es signalisiert den Aufsichtsbehörden Sicherheit.
Die Wall Street sieht das anders.
Manche mögen es als Stabilität betrachten. Ein Signal dafür, dass die US-Regierung das Risiko überprüft hat. Andere? Sie könnten einen Governance-Albtraum einkalkulieren. Ein Staatsaktionär bringt Politik in die Vorstandsetage. Und dann ist da noch die Steuerzahlerfrage.
Wenn die KI-Blase platzt, wer zahlt den Preis? Die Leute.
„Da KI auf dem Wissen der Menschheit aufbaut, sollte der Reichtum der KI der gesamten Menschheit zugute kommen.“
— Senator Bernie Sanders, New York Times
Der „Öffentliche Reichtum“-Pitch
Die Logik hier ist nicht ganz neu.
Denken Sie an Alaskas Permanent Fund. Der Staat erhält Einnahmen aus dem Öl. Sie investieren es. Dann schicken sie jedem Bewohner einen Scheck. Jährlich.
OpenAI möchte eine ähnliche Struktur, jedoch für künstliche Intelligenz. Die Idee? Die Regierung nutzt den Boom und verteilt die Erträge direkt an die Bürger. Es soll eine Möglichkeit sein, zu verhindern, dass KI die Ungleichheit verschlimmert.
Derzeit ist kein großes KI-Unternehmen tatsächlich profitabel. Sie haben Milliarden für Rechenzentren und Rechenleistung verbrannt. Abonnements können dies nicht abdecken. Der Pitch setzt auf eine Zukunft, die es noch nicht gegeben hat.
Wenn KI später Geld druckt, warum nicht jetzt die Gewinne teilen? Sanders brachte letzten Monat einen Gesetzentwurf ein, der eine 50-prozentige Staatsbeteiligung forderte. OpenAI will 5 Prozent. Anderer Maßstab. Gleiche Prämisse.
Ein verzweifelter Schachzug oder ein kluger Schachzug?
Altman weiß, dass Washington zuschaut. Präsident Trump hat kürzlich eine nationale Sicherheitsüberprüfung der Grenzmodelle angeordnet. Die Uhr der Regulierungsmacht tickt.
Indem Altman einen Anteil anbietet, kauft er Zeit. Er stimmt mit der Verwaltung überein.
Kritiker glauben der Charme-Offensive nicht. Sie nennen es ein Pre-Bailout. Ein Polster für den Fall, dass die Technologiegiganten straucheln.
Ed Zitron sieht durch die Fassade. Als er für seinen Newsletter und seinen Podcast schrieb, wies er auf die Rechnung hin. Zweiundvierzig Milliarden Dollar? Während einer Lebenshaltungskostenkrise? Es wird unglaublich unpopulär sein.
Zitron ist nicht sanft dazu. Er sieht Verzweiflung. OpenAI spricht seit einem Jahr über Staatsfonds. Das fühlt sich weniger nach Strategie als vielmehr nach Betteln an.
„OpenAI hat keine Ahnung, was es tun soll, außer die Leute um Geld zu bitten.“
Institutionelle Anleger müssen entscheiden, wie sie die Teeblätter lesen. Ist die Unterstützung des Unternehmens durch die Regierung ein Zeichen der Sicherheit oder ein Warnhinweis?
Die Gespräche gehen vorerst weiter. Der Preis von 42 Milliarden US-Dollar ist schwer. Der Markt wartet. Es bleibt nicht nur die Frage, ob die Regierung mitmachen wird.
Aber was passiert, wenn dem Tech-Traum die Luft ausgeht? Wer bleibt übrig, wenn es hart auf hart kommt?






























