DJI stellt Osmo Pocket 4 vor: Verbesserte Spezifikationen erfüllen regulatorische Hürden in den USA.

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DJI hat offiziell den Osmo Pocket 4 angekündigt, die neueste Weiterentwicklung seiner äußerst erfolgreichen Reihe handgeführter Gimbal-Kameras. Während das neue Gerät erhebliche technische Fortschritte gegenüber seinem Vorgänger verspricht, bedeutet ein drohender Regulierungsstreit, dass amerikanische Entwickler möglicherweise warten müssen, während der Rest der Welt mit den Dreharbeiten beginnt.

Technische Upgrades: Bessere Leistung und mehr Kontrolle

Der Osmo Pocket 4 baut auf dem Fundament des Pocket 3 auf, der aufgrund seiner Tragbarkeit und Stabilisierung zu einem festen Bestandteil für Vlogger wurde. Das neue Modell führt mehrere wichtige Hardware- und Softwareverbesserungen ein, die für die Erstellung hochwertiger Inhalte konzipiert sind:

  • Verbesserte Bildgebung: Ausgestattet mit einem 1-Zoll-CMOS-Sensor und einem Dynamikbereich von 14 Blendenstufen ist die Kamera besser für anspruchsvolle Lichtverhältnisse und kontrastreiche Szenen gerüstet.
  • Überragende Zeitlupe: Ein großer Fortschritt bei den Videofunktionen ermöglicht 4K-Zeitlupe mit 240 Bildern pro Sekunde. Zum Vergleich: Das Vorgängermodell war bei dieser Bildrate auf 1080p beschränkt.
  • Verbesserte Ergonomie: Das Gerät verfügt über spezielle Zoomsteuerungen und anpassbare Tasten, die zugänglich werden, wenn der 2-Zoll-Touchscreen in den Querformatmodus gedreht wird.
  • Erhöhte Effizienz und Speicher: Die Akkulaufzeit hat sich deutlich erhöht und ermöglicht bis zu vier Stunden ununterbrochene Aufnahme bei 1080p/24fps. Darüber hinaus hat DJI Speicherprobleme durch die Integration von 107 GB integriertem internen Speicher berücksichtigt und so die unmittelbare Abhängigkeit von externen SD-Karten verringert.

Die Pattsituation auf dem US-Markt

Trotz der Aufregung rund um den Start gibt es für Nutzer in den USA einen erheblichen Haken. Während die internationalen Märkte eine sofortige Verfügbarkeit verzeichnen, bleibt der Osmo Pocket 4 in den USA in der Schwebe.

Die Verzögerung ist eine direkte Folge der anhaltenden Spannungen zwischen der US-Regierung und DJI. Das Unternehmen hat bei der Federal Communications Commission (FCC) eine Genehmigung zur Freigabe des Geräts beantragt, der Antrag ist jedoch derzeit anhängig.

Diese Verzögerung verdeutlicht den zunehmenden Trend einer verstärkten Prüfung chinesischer Technologieunternehmen durch US-Regulierungsbehörden, der die Produktzyklen großer Unterhaltungselektronikunternehmen auf dem amerikanischen Markt weiterhin stört.

Globale Verfügbarkeit und Preise

Während amerikanische Entwickler auf die FCC-Genehmigung warten, treiben andere Regionen ihre Vorbestellungen voran. In Australien beispielsweise soll der Versand am 22. April beginnen.

Die Preise für den australischen Markt sind in zwei Hauptstufen gegliedert:
1. Standard-Kombi (~551 USD): Beinhaltet die Kamera, einen Griff, eine Tragetasche, eine kardanische Klemme und eine Handschlaufe.
2. Creator Combo (~687 USD): Ein umfassenderes Kit mit Weitwinkelobjektiv, Fülllicht, Ministativ, Tragetasche und dem DJI Mic 3-Sender mit Zubehör.


Fazit: Der Osmo Pocket 4 stellt einen bedeutenden technischen Fortschritt für das Handheld-Vlogging dar, aber aufgrund geopolitischer und regulatorischer Spannungen bleibt seine Ankunft in den USA ungewiss.