Tech-Giganten raten Visa-Inhabern, in den USA zu bleiben, da es bei der Visa-Bearbeitung zu Verzögerungen kommt

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Google und Apple warnen Mitarbeiter mit Arbeitsvisa davor, internationale Reisen aufgrund beispielloser Verzögerungen bei der Bearbeitung von US-Visa zu vermeiden. Der Rat kommt von Anwaltskanzleien, die beide Unternehmen vertreten, wie Business Insider berichtet. Mitarbeiter, die für die Wiedereinreise in die USA einen Visumstempel benötigen, werden davor gewarnt, das Land zu verlassen, da Terminabsagen und Terminverschiebungen immer häufiger auftreten.

Verlangsamungen bei der Visa-Bearbeitung

Die Anwaltskanzleien BAL Immigration Law (vertretend für Google) und Fragomen (vertretend für Apple) haben Memos verteilt, in denen sie zur Vorsicht mahnen. Laut Fragomen „raten wir Mitarbeitern ohne gültigen H-1B-Visumstempel angesichts der jüngsten Aktualisierungen und der Möglichkeit unvorhersehbarer, längerer Verzögerungen bei der Rückkehr in die USA dringend, internationale Reisen vorerst zu meiden.“ Das bedeutet, dass Mitarbeiter, die im Dezember nach Hause gereist sind, um ihr Visum zu verlängern, nun vor erheblichen Hürden stehen.

Prüfung durch das Außenministerium

Die Verzögerungen sind Berichten zufolge auf die verschärfte Kontrolle durch das Außenministerium zurückzuführen. Ein Sprecher erklärte, dass die Botschaften „jetzt der gründlichen Prüfung jedes Visumfalls Vorrang vor allem anderen einräumen“. Dies deutet auf eine Verlagerung hin zu strengeren Sicherheitsmaßnahmen hin, möglicherweise einschließlich der Überprüfung sozialer Medien, was bereits dazu geführt hat, dass Termine für Hunderte indischer Fachkräfte, die eine Visumverlängerung anstrebten, abgesagt oder verschoben wurden.

Warum das wichtig ist

Diese Situation ist besonders schwerwiegend für Fachkräfte, die auf das H-1B-Visumprogramm angewiesen sind. Diese Verzögerungen können Arbeitsabläufe stören, längere Auslandsaufenthalte erzwingen und sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber zu Unsicherheit führen. Der Trend deutet auf eine verstärkte Grenzkontrolle und möglicherweise eine selektivere Einwanderungspolitik hin. Die plötzlichen Änderungen der Bearbeitungszeiten könnten auch die Arbeitskräfte der Technologiebranche belasten, die stark von ausländischen Talenten abhängt.

Die Kombination aus längeren Verzögerungen und strengeren Überprüfungen wirft die Frage auf, ob es sich hierbei um ein vorübergehendes Problem oder um ein Signal für umfassendere politische Änderungen handelt. Diese Situation wird Technologieunternehmen wahrscheinlich dazu zwingen, ihre internationalen Reise- und Personalmanagementstrategien anzupassen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Technologiegiganten auf zunehmende Verzögerungen bei der Bearbeitung von Visa reagieren, indem sie ihren Mitarbeitern raten, internationale Reisen zu vermeiden, was die wachsenden Herausforderungen hervorhebt, denen sich Fachkräfte gegenübersehen, die auf US-Arbeitsvisa angewiesen sind.