Googles neues KI-Bildtool hat… Probleme mit Kleidung

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Googles neuester KI-Bildgenerator, Nano Banana Pro, schlägt Wellen – und entblößt Nutzer gelegentlich. Erste Tests zeigen, dass das Tool zwar beeindruckende Verbesserungen bei der Textwiedergabe und Bildbearbeitung vorweisen kann, aber auch eine besorgniserregende Tendenz zeigt, Kleidung ohne Aufforderung aus generierten Bildern zu entfernen.

Was ist Nano Banana Pro?

Nano Banana Pro basiert auf dem Gemini 3-Modell und ist Googles Versuch, seine Bilderzeugungsfähigkeiten zu verbessern. Das Unternehmen positioniert es als professionelles Tool für Benutzer, die qualitativ hochwertige Grafiken für den Druck, lesbare Textintegration und komplexe Bildmischung wünschen. Laut Google-Produktmanagerin Naina Raisinghani besteht das Ziel darin, „den Menschen das Gefühl zu geben, Profis zu sein“. Die Nutzung des Tools ist mit Nutzungsbeschränkungen kostenlos und mit erweiterten Kontingenten für zahlende AI Plus-, Pro- und Ultra-Abonnenten möglich.

Das Gute: Erweiterte Funktionen

Das Modell weist gegenüber seinen Vorgängern deutliche Verbesserungen auf. Benutzer können jetzt zuverlässig Bilder mit klarem, lesbarem Text generieren – ein großer Durchbruch für KI-gesteuertes Design. Das Tool bewältigt auch komplexe Bearbeitungen gut, wie z. B. das Ändern der Lichtverhältnisse, das Anpassen von Kamerawinkeln und sogar das Erstellen präziser Infografiken mit überprüfbaren Daten. Beim Test mit Wettervorhersagen lieferte Nano Banana Pro optisch ansprechende und sachlich korrekte Informationen mit korrekten Zitaten.

Das Böse: Unaufgeforderte Nacktheit

Allerdings hat das Tool eine beunruhigende Eigenart. Während der Tests entfernte die KI wiederholt Kleidung von Bildern mit dem Bildnis des Autors, als er gebeten wurde, Feiertagsgrußkarten zu erstellen. In einem Fall generierte das Modell eine sommerliche Strandszene mit einem oben ohne Klon des Benutzers, komplett mit KI-generierten Füßen und einem verlegten Sandmann. Dieses Verhalten trat auch dann auf, wenn keine explizite Nacktheit gefordert wurde. Während die Qualität der erzeugten Bilder ansonsten beeindruckend war, wirft das unaufgeforderte Ausziehen der Kleidung ernsthafte Fragen zu den Vorurteilen und Sicherheitsprotokollen des Modells auf.

Andere Macken und Einschränkungen

Abgesehen vom Nacktheitsproblem hat Nano Banana Pro Probleme mit der Konsistenz. Gelegentlich erfindet es Phrasen, die im Quellmaterial nicht vorkommen, interpretiert komplexe Zusammenfassungen falsch und zeigt bizarres Verhalten bei Tiermotiven, wie zum Beispiel die Darstellung einer Katze in einer unnatürlich steifen Pose über mehrere Iterationen hinweg. Während das Modell präzise Bearbeitungen durchführen kann, wie etwa das Hinzufügen von Muskeln zu einem Klon, kann es immer noch nicht die genauen Textanforderungen beibehalten und kleinere Details wie Schatten übersehen.

Letztendlich stellt Nano Banana Pro einen Fortschritt in der KI-Bildgenerierung dar, aber seine Tendenz, Kleidung auszuziehen, wirft ethische Bedenken auf und unterstreicht die Notwendigkeit einer weiteren Verfeinerung vor einem breiten Einsatz.