Das Weiße Haus hat die Prüfung einer Durchführungsverordnung vorübergehend ausgesetzt, die den KI-Vorschriften auf Bundesstaatsebene zuvorgekommen wäre und es einzelnen US-Bundesstaaten ermöglicht hätte, ihre eigenen Gesetze ohne Eingreifen des Bundes weiterzuentwickeln – zumindest vorerst.
Diese Pause folgt auf Berichte von Reuters über einen Verordnungsentwurf, der darauf abzielt, Staaten daran zu hindern, künstliche Intelligenz unabhängig zu regulieren. Während das Weiße Haus die Berichte zunächst als Spekulation abtat, bestätigt die Tatsache, dass die Anordnung nun auf Eis gelegt wird, dass die Bundesregierung derzeit nicht den Weg verfolgt, Staaten daran zu hindern, ihre eigenen KI-Richtlinien festzulegen.
Warum das wichtig ist: Der Konflikt zwischen Bundes- und Landesbehörden bei der KI-Regulierung verdeutlicht eine breitere Debatte über Innovation versus Verbraucherschutz. Berichten zufolge bevorzugen Unternehmen wie OpenAI und Google eine staatliche Aufsicht, da einheitliche nationale Standards die Entwicklung rationalisieren und die Compliance-Kosten senken könnten. Viele Staaten drängen jedoch auf eine stärker lokalisierte Kontrolle und argumentieren, dass die gesellschaftlichen Auswirkungen von KI maßgeschneiderte Antworten erfordern, die auf regionalen Bedürfnissen und Werten basieren.
Der Senat lehnte bereits Anfang des Jahres eine ähnliche Maßnahme mit überwältigender Mehrheit von 99 zu 1 ab und demonstrierte damit seinen starken Widerstand gegen die Übergriffe des Bundes in diesem Bereich. Die ausgesetzte Durchführungsverordnung hätte den finanziellen Druck – insbesondere die Drohung, Bundesmittel zurückzuhalten – erhöht, um die Einhaltung der bevorzugten Haltung der Bundesregierung zur KI-Regulierung durchzusetzen.
Mit Blick auf die Zukunft: Obwohl die aktuellen Bemühungen ins Stocken geraten sind, ist es plausibel, dass die Trump-Regierung das Thema erneut aufgreifen wird. Die zugrunde liegende Spannung zwischen bundesstaatlicher Standardisierung und staatlicher Autonomie bei der KI-Governance wird wahrscheinlich nicht verschwinden. Angesichts der klaren Präferenz der Industrie für einheitliche nationale Regeln könnte das Weiße Haus nach alternativen Mechanismen suchen, um seine Ziele zu erreichen.
Vorerst behalten die Bundesstaaten die Freiheit, die KI-Politik innerhalb ihrer Grenzen zu gestalten, was einen pragmatischen Rückzug aus der Präemption des Bundes widerspiegelt. Die Situation bleibt ungewiss, aber das unmittelbare Ergebnis begünstigt eine dezentrale Kontrolle über die Regulierung der künstlichen Intelligenz.





























